Oberflächenwassermanagement





Die Bilder wurden uns unter anderem von Dr. Ulrich Mäck (ARGE Donaumoos) zur Verfügung gestellt.
Projekttitel:
Nachhaltige Sicherung und Inwertsetzung des württembergischen Donaurieds unter Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzungsinteressen (Oberflächenwassermanagement)
Antragsteller:
Wasser- und Bodenverband Donauried
Finanzierung:
Landschaftspflegerichtlinie, EU-LEADER, ZV Landeswasserversorgung, Gemeinden Langenau, Rammingen und Asselfingen, Wasser- und Bodenverband Donauried
Projektlaufzeit:
2 Jahre, von 1.1.2009 bis 31.12.2010
Projektmanagement:
ZV Landeswasserversorgung
Das Projekt verfolgt das ehrgeizige Ziel, das Konfliktpotential im Donauried, das sich aus den verschiedenen Nutzungsansprüchen ergibt, zu mindern. Landwirte beklagen häufig wiederkehrende Vernässungen ihrer Flächen und die nicht ausreichende Funktionsweise der Entwässerungsgräben. Naturschützer verfolgen die Erhaltung und Sicherung der Natura-2000 Gebiete mit Hilfe von Pflege- und Entwicklungsplänen sowie eine Wiedervernässung des großen Niedermoorkörpers und stehen einer Flächendrainage kritisch gegenüber. Die Landeswasserversorgung beeinflusst den Grundwasserstand und sorgt sich um die Qualität des Grundwassers. Schließlich trägt auch der seit wenigen Jahren sesshafte Biber dazu bei, dass die Konflikte um die jederzeit bedarfsgerechte Menge an Wasser für jeden der Akteure bislang nicht weniger geworden sind.
Die zentrale Fragestellung in diesem Vorhaben ist, wo und wie der bisherige oberflächliche Wasserhaushalt im Donauried Natura-2000-verträglich zu optimieren ist, so dass sich Vorteile für alle Akteure ergeben. Zum einen muss überprüft werden, ob nicht bauliche, betriebliche oder strukturelle Veränderungen am Grabennetz zu einer Verbesserung führen, zum anderen ist zu prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, diejenigen Vernässungen zu reduzieren, unter denen die Landwirte besonders leiden oder ob es für dauerhafte Nutzungsanpassungen finanzielle Ausgleichsmöglichkeiten gibt. Die Verbesserungsvorschläge werden in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe erarbeitet und vor dem Hintergrund der Anforderungen aus Natura 2000 bewertet.
Mit diesem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:
- Nachhaltige Sicherung und Inwertsetzung des naturräumlichen Erbes im Donauried durch Maßnahmen, die mit allen Akteuren einvernehmlich abgestimmt sind
- Erhaltung und Entwicklung der Natura 2000 Habitate
- Dauerhafte Sicherung einer produktionsorientierten Landwirtschaft
- Nutzungsalternativen für standortgerechte Landbewirtschaftung incl. Fördermöglichkeiten
- Grundwasserschutz wird gewährleistet und nicht beeinträchtigt
- Klare Vorgaben und Regelungen für den Gewässerunterhalt
Im Ergebnis resultiert ein mit allen Akteuren abgestimmtes und damit unmittelbar umsetzbares Maßnahmenpaket. Die aus dem Projekt hervorgehenden Ergebnisse führen damit zu ganz konkreten Verbesserungsmaßnahmen. Die einzelnen Arbeitsschritte können Sie im Detail dem Antrag entnehmen. Die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen ist nicht Gegenstand des Projekts und wird im Anschluss daran betrachtet.
Ansprechpartner:- T. Nusser (Geschäftsführer Wasser- und Bodenverband):
- Tel.: 07345-9640500
- Dipl.-Ing. T. Betz (ZV Landeswasserversorgung)
- Tel.: 0711-2175-1373
- Dr. M. Emmert (ZV Landeswasserversorgung)
- Tel.: 0711-2175-1310


Oberflächenwasserm.
Projektbeschreibung
Breitbandnetz des VVL